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Der gott Odin

Von allen Göttern der nordischen Mythologie ist Odin (Oden) der mächtigste, und viele andere Götter nannten ihn ihren Vater. Er wohnte in Asgard und hatte so viele Namen, dass die Menschen sich nicht alle merken konnten. Und alle kamen von guten Taten, die ihm zugeschrieben wurden.

Odin reiste oft unter den Menschen, manchmal zu Fuß als alter einäugiger Mann, mal auf seinem stolzen, achtbeinigen Ross Sleipner. Er leitete die großen Kriege, in denen Könige und Eroberer um Macht und Reiche stritten, und er bestimmte, wer gewann, und wer in der Walhall (Halle der Gefallenen) bleiben musste.

Odin war weise und tiefsinnig und wusste alles, was in der Vergangenheit geschehen war.

Odin hatte nur ein Auge. Das andere hatte er als Pfand an Mimir gegeben, um aus der Quelle der Weisheit trinken zu dürfen (Mimirs Brunnen an den Wurzeln der Weltenbaums Yggdrasil).

Odin hatte zwei Raben, Hugin och Munin, die am Morgen in die Welt hinaus flogen und am Abend zurückkamen und Odin erzählten, was sie gesehen hatten.

Ein Zwerg hatte zwei Gaben für Odin geschmiedet, den Speer Gungnir und den Ring Draupnir. Laut der Mythologie tropften jede neunte Nacht acht Ringe von Draupnir, genauso groß wie Draupnir selbst.